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Hunderte Treppen, 28 Türme und eine Himmelsleiter: Ende April 2009 wird eröffnet

Stille. Nur ein paar Vögel singen nach einer langen Zwitscherpause ein Lied. Wir haben mehrere hundert Stufen bewältigt und befinden uns gefühlsmäßig über den Wolken. In Wahrheit sind wir auf Augenhöhe mit den Baumwipfeln der Rachau. Ist auch hoch. Fehlt nur noch, dass ein Eichhörnchen ums Eck huscht...

Touristisches Leitprojekt
Der fast fertige Wipfelwanderweg in Rachau, die Eröffnung ist Ende April, sieht bereits von der Ferne imposant aus: Aus 1.200 Festmetern Lärchenholz, 47.000 , 130.000 Holzschrauben, 300 Quadratmetern Beton und 6.300 Kilogramm Eisen ist das Bauwerk entstanden, das zum touristischen Leitprojekt werden soll.


Investitionskosten
„Im ersten Jahr rechne ich mit 40.000 Besuchern“, erzählt der Bauherr Bürgermeister Dipl.-Ing. Maximilian Haberleitner, Geschäftsführer der Almfrische Rachau GmbH. Die Investitionskosten liegen bei 1,6 Millionen Euro. Damit der Weg attraktiv bleibt und die Besucherzahlen steigen, soll weiterhin investiert und ausgebaut werden: „Unter anderem planen wir Übernachtungsmöglichkeiten in Form von Baumhäusern. Auch die Errichtung eines Hochseilgartens ist durchaus realistisch“, so das Gemeindeoberhaupt.

28 Türme
Noch aber werkeln Arbeiter an der Fertigstellung des „Basisweges“. Einer baumelt gerade mit einer Bohrmaschine irgendwo zwischen der Erde und einem Turm. Insgesamt sind es 28 bis zu 20 Meter hohe Türme, die einem den Himmel ein Stück näher bringen - ebenso wie rund 800 Stufen, vier Aussichtsplattformen und die 60 Meter lange Himmelsleiter.

Auch für höhenempfindliche Menschen
Bauleiter Edwin Persch erklärt: „Da die einzelnen Stufen keinen großen Abstand voneinander haben, eignet sich der Wipfelwanderweg auch für höhenempfindliche Menschen.“ Der Aufstieg lohnt sich: Oben angekommen, kann das gesamte Aichfeld mit der herrlichen Bergkulisse im Hintergrund überblickt werden.


Gewaltige Herausforderung
Die Detailstatik für die Verbindungen mit den wurde von Dipl.-Ing. Josef Koppelhuber aus Rottenmann berechnet. Die Holzbauarbeiten wurden von der Almholz VertriebsgmbH. aus Fladnitz an der Teichalm ausgeführt. Deren Geschäftsführer Wolfgang Wild dazu: „Der Bau ist eine gewaltige Herausforderung und Verantwortung für mich und mein Team gewesen.“ Im April 2008 war Spatenstich, die gesamte Bauzeit ging ohne Unfälle oder Verletzungen über die Baumwipfel. Bürgermeister Haberleitner hat den Weg inzwischen schon mehrmals bewältigt: „Es ist jedes Mal ein gewaltiges Gefühl“, strahlt er.

Weltrekord
Singen vor Freude wollte Haberleitner am Dienstag aber nicht, auch wenn es mittlerweile ein eigens komponiertes Wipfelwanderlied gibt. Mit diesem Lied soll bei der Eröffnung ein Weltrekord geknackt werden: „Wir wollen mit mehreren Chören den größten Chor der Welt bilden“, so Haberleitner.

Interessierte, auch einzelne Sänger, können sich unter informieren und anmelden.

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