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Materalien

Alle plastisch verformbaren, metallischen Werkstoffe, die unter den Begriff Knetlegierungen fallen, sind per Kaltumformtechnik verarbeitbar.

Die Auswahl eines Werkstoffes für ein Kaltumformteil richtet sich in erster Linie nach den geforderten technischen Spezifikationen und den Werkstoff-Eigenschaften am fertigen Bauteil. Für einsatzgehärtete oder vergütete Produkte werden in der Kaltumformtechnik vielfach borlegierte Stähle eingesetzt.



Ist aus Festigkeitsgründen eine nachträgliche Härtung bzw. Vergütung der Kaltumformteile unumgänglich, dann bietet sich Bor als nützliches Legierungselement an. Es fördert die Härtbarkeit, ohne das Umformverhalten negativ zu beeinflussen. Borlegierte Stähle werden deshalb in der Kaltumformtechnik vielfach zur Herstellung von einsatzgehärteten oder vergüteten Produkten eingesetzt.

Vorvergütete Stähle und solche mit angehobenem Schwefelgehalt werden als Sonderwerkstoffe in der Kaltumformung eingesetzt. Die ersteren nehmen die Vergütung vorweg, die letzteren ermöglichen eine bessere spanende Nachbearbeitung.



Auch die mit Chrom, Molybdän sowie Nickel legierten Konstruktionsstähle eignen sich für die Kaltumformtechnik. Die optimale Einformung der Karbide und ein tiefer Siliziumgehalt bieten beste Voraussetzungen für eine problemlose kaltumformtechnische Verarbeitung. Dank ihrer besonderen Gefügestruktur und hoher Duktilität, lassen sich zudem auch hochlegierte austenitische Chrom-Nickel-Stähle verarbeiten.

Es stehen rostfreie Stähle mit guter Verformungsfähigkeit oder mit ausgeprägter Kaltverfestigungstendenz zur Auswahl.

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